Warum mit Pornos aufhören?

Diese Seite soll kurz erklären, warum Pornos überhaupt "schlecht" sind.

Was passiert in Deinem Kopf während einer Porn-"Session"?

 

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Schritt 1: Du öffnest ein Video. Direkt nach dem KIick (=in den ersten Sekunden des Videos) erhöht sich Dein Dopaminspiegel, da Du ein neues paarungswilliges Weibchen entdeckt hast. Dieser "Dopamin-Shot" verschafft Dir ein kurzzeitiges Gefühl von Freude und Enthusiasmus. Es fühlt sich gut an. Du bist wach und motiviert. 

 

Schritt 2: Beim betrachten des Videos fällt Dein Dopaminspiegel langsam ab, da es nichts neues mehr zu entdecken gibt. Vielleicht spulst Du auch vor und klickst nur die für Dich wesentlichen Szenen des Videos an. Sobald Du das Video "verstanden" hast, wird es langweilig. Dein Dopaminspiegel fällt ab und Du versuchst instinktiv das zu korrigieren, in dem Du:

 

Schritt 3: ein neues Video anklickst. Du wechselst von dem "alten" Video auf eines, was eine andere Szene oder ein anderes Weibchen zeigt und sich "neu" anfühlt. Jetzt wiederholt sich das ganze und Du beginnst wieder bei Schritt 1.

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Die ständige Wiederholung von Schritt 1 bis Schritt 3, das klicken von Video zu Video ist warum Pornographie so anziehend ist: ein geübter Nutzer kann seinen Dopaminspiegel damit über eine halbe Stunde künstlich erhöht halten. 

 

Diese Überflutung mit Dopamin ist kritisch, da unser Gehirn darauf reagiert, in dem es Dopamin-Rezeptoren abbaut. Dieser Rezeptorverlust wirkt sich mehrfach nachteilig aus: der Nutzer wird im alltäglichen Leben  weniger aufmerksam, hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, ist ohne ersichtlichen Grund müde, hat Probleme beim Sex

 

Zusammengefasst: Das ständige suchen und aufrufen von neuen Videos ist es, was Wellen von Dopamin in Deinem Hirn auslöst, die sich kurzzeitig gut anfühlen, langfristig aber Deinen Rezeptoren Schaden zufügen. 

 

Als Folge tritt eine Sensibilisierung ein, der Nutzer ist besonders empfänglich für Porn Reize. Es tritt eine Desensibilisierung ein : alles ausser Porn wird uninteressanter, mehr Porn nötig für gleiches Ergebnis, abnehmende Befriedigung bei gleichen Zeitabständen. Bei fortgesetzter Nutzung führt es zu Hypofrontalität, einer verminderten Aktivität im Frontalhirn und einer schlechteren Selbstkontrolle z.B. bei arbeiten. Sowie langfristig zu einer veränderten Stressreaktion: Stress führt nun zu dem Gefühl jetzt Porn zu „brauchen“, es folgt eine schlechtere Problembewältigung.

 

Dieses Viergespann von Sensibilisierung, Desensibilierung, Hypofrontalität und veränderter Stressreaktion ist genau das, was auch bei chemischen Drogen auftritt. Diese Veränderungen durch Pornographie lassen sich auch im Brainscan nachweisen. Porn ist nicht einfach nur eine "Angewohnheit". Es führt zu sichtbaren Veränderungen im Gehirn des Betroffenen und Abfall von Leistungsdaten.