Symptome

Kurzform - Symptome:

ENTWEDER Antriebslosigkeit/Müdigkeit

UND/ODER Konzentrationsstörungen/Unproduktivität

UND/ODER Erektionsprobleme bei echten Frauen

 

 

Ausführlich:

 

Besucher dieser Seite berichten oft über verschiedene Symptome und sie sind sich nicht sicher, ob diese auf Pornographie zurückzuführen sind. Die Verwirrung ist verständlich, da die Symptome sehr unterschiedlich ausfallen können. Nicht jeder hat jedes Symptom und die Ausprägung ist ebenfalls sehr individuell.

 

Die meistgenannten sind:

  • Erektionsstörungen (nur mit echten Menschen, nicht mit Pornos)
  • Müdigkeit, leicht irritierbar, unmotiviert
  • häufige Masturbation mit wenig subjektiv empfundener Befriedigung
  • Ängste im Umgang mit anderen Menschen, soziale Isolierung
  • Mangel an Antrieb, lustiglosigkeit, schwierigkeit sich "aufzuraffen"
  • Konzentrationsprobleme, Mangel an Fokus und Aufmerksamkeit

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass Pornographie die Struktur und den Transmitterhaushalt des Belohnungszentrums ("reward circuitry") im Gehirn verändert. Es ist nicht einfach nur eine schlechte Angewohnheit, sondern hat physiologische Auswirkungen.

 

Das Belohnungszentrum ist verantwortlich für die Beinflussung und Steuerung fast aller Körperfunktionen, Wahrnehmungen, Stimmungen, Emptionen, Antrieb, Bedürfnisse, lernen, Gedächtnis und Libido. Dein autonomes Nervensystem und die meisten Hormonausschüttungen in Deinem Körper werden von hier gesteuert. Es ist daher nicht weiter überraschend, dass eine Vielzahl verschiedener Symptome auf ein durch Pornographiekonsum verändertes Belohnungszentrum zurückgeführt werden können.

 

Eine Abhängigkeit von Pornos zeigt ausserdem die gleichen Muster wie bei Abhängigkeiten von Alkohol und harten Drogen:

  • Desensibilisierung: Abstumpfung und der Aufbau einer Toleranzschwelle. Der Nutzer braucht eine höhere Dosis des Stoffs um Befriedigung zu erhalten. Bei Alkohol ist das die Menge des Getränks und die Alkoholkonzentration im Getränk. Bei Pornos ist es die Zahl verschiedener Videos in einer Sitzung und die "Härte" der Video-Inhalte. So wie ein Alkoholiker z.B. 10 Bier trinken muss um etwas zu spüren, brauchen manche Porno-Konsumenten 10 Videos um in Fahrt zu kommen
  • Sensibilisierung: der Nutzer ist besonders aufnahmebereit für seinen Stoff. Andere Dinge im Leben geraten in den Hintergrund. Der User ist bereit, einen signifikanten Aufwand zu betreiben um auf das pornografische Material zuzugreifen. Ein Aufwand ist allerdings oft nicht nötig, da sowohl Alkohol als auch Pornos jederzeit verfügbar sind. Es zeigt sich jedoch, dass wenn man dem Versuchsobjekt die Pornos wegnimmt, dass es gewaltige Energien freisetzt, um doch noch zum Konsum zu kommen.  Das gleiche Verhalten findet man auch bei Junkies, die bereit sind sehr weit zu gehen um ihren "Schuss" doch noch zu bekommen.
  • Hemmung der Selbstkontrolle und eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit. Der Nutzer trifft Entscheidungen zugunsten des Pornographiekonsums zulasten anderer Lebensbereiche. Er hat Probleme damit aus eigener Kraft zu stoppen. Ein Alkoholiker wird z.B. trinken auch wenn er gleich einen wichtigen Termin hat. Ein Porno-Addict wird z.B. noch eine Sitzung einschieben, auch wenn er dadurch zu spät zur Arbeit kommt oder er einen Abend mit Freunden verpasst.
  • Veränderte Antwort auf Stresssituationen. Dies zeigtich darin dass sogar kleinere "stressige" Events zu einem "Griff" zur Droge führen. Ein harter Tag im Büro? -> Pornos. Stress mit der Frau? -> Pornos. Anstatt einer Bewältigungsstrategie folgt ein Rückzug um das Problem mit einem externen Stimulus kurzzeitig zu verdrängen.