Brainscans

Ergänzend zu den allgemeinen Studien geht es auf dieser Seite um Studien die anhand von fMRI und CT Scans die Veränderung der Gehirn-Physiologie durch Porn untersuchen.

 

Zum aktuellen Stand bestätigte jede der 26 bisher durchgeführten fMRI/CT Studien das Suchtmodell. Die Resultate dieser 26 Brainscan-Studien sind zudem konsistent mit den 170+ Studien in denen keine direkte Messung der Gehirnaktivität durchgeführt wurde. 

 

Alle unterstützen den Ansatz, dass Pornographie physiologische Veränderung des Gehirns vornehmen kann und dem Konsumenten dadurch unmittelbar und mittelbar schadet.

 

Die Studien sind englisch. Eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Studie wurde von uns ins deutsche übersetzt, also nicht im Originaltext zitiert. Der Link zur Originalstudie ist jedoch stets angegeben.

 

 

 

 

Brain Structure and Functional Connectivity Associated With Pornography Consumption

Originallink: http://archpsyc.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1874574

Autoren: Dr. Simone Kühn, Dr. Jürgen Gallinat

 

Die fMRI Studie des deutschen Max Planck Instituts fand weniger graue Zellen ("grey matter") im Belohnungszentrum ("dorsal striatum") je häufiger und intensiver pornographische Inhalte aufgenommen wurden. Das Team in Berlin legte das Ergebnis nahe, dass Abstumpfungs- und  Toleranzerscheinungen bei Konsumenten pornographischer Inhalte auftreten, was zu einem Bedürfnis nach stärkere Stimulation führt um das gleiche "High" zu erreichen.

 

Es findet also eine Steigerung des Konsums statt. Die Studie berichtete ferner, dass eine höhere Nutzungsintensitiät mit schwächeren Verbindungen zwischen Belohnungszentrum und Präfrontalen Cortex korrelierte.

 

Die Studie wurde nach Peer-Review in einer psychologischen Fachzeitschrift veröffentlicht.

 

 

 

________________________________________

 

 

 

 

 

Neural Correlates of Sexual Cue Reactivity in Individuals with and without Compulsive Sexual Behaviours

Originallink: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0102419

Autoren: Dr. Valerie Voon , Dr. Thomas B. Mole, Dr. Paula Banca et al.

 

Die erste in einer Serie von Studien an der Cambridge University fand bei Nutzern von Online Pornographie die selben Muster in der Gehirnaktivität, die auch bei Alkohol- und Drogenabhängigen gemessen wurden. Die Studie fand ausserdem, dass Porno-Süchtige dem akzeptierten Modell von Suchtkranken folgen, die etwas "brauchen", aber nicht "wollen".

 

Die Forscher berichteten dass 60% der Teilnehmer (Altersdurchschnitt: 25 Jahre) Probleme dabei hatten, eine Errektion mit einer echten Partnerin zu bekommen und während des Geschlechtsverkehrs zu halten. Gleichzeitig hatte aber niemand Errektionsprobleme während der Nutzung pornographischen Materials (sondern nur bei echten Menschen).

 

 

 

 

 

 

________________________________________

 

 

 

 

 

Neural Substrates of Sexual Desire in Individuals with Problematic Hypersexual Behavior 

Originallink: http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fnbeh.2015.00321/full

Autoren: Ji-Woo Seok, Kin-Hun Sohn

 

Diese fMRI Studie am Brain Research Institute der Chungnam National University in Südkorea replizierte im wesentlichen die Ergebnisse der Cambridge-Studie. Sie fand die gleichen Pattern in der Gehirnaktivität und die gleichen Veränderungen im Präfrontalen Kortex.

 

Ein neues Element der Studie war, dass die Aktivierungsmuster des Präfrontalen Kortex bei Nutzern von Pornographie exakt mit denen von Drogen-Konsumenten übereinstimmten: stärkere Reaktion bei sexuellen Reizen, schwächere Reaktion bei allen anderen Reizen.